Unterbewußte Moralisierungen in den jobcentern

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Vorwort und Nachtrag
(für die, die in der Mitte anfangen zu lesen :-) ) zu dieser Unterseite:


Angestoßen durch die Diskussion in einem Elo - Forum möchte ich betonen, dass Sachverhalte und Verhaltensweisen, die ich SCHILDERE, bzw. die im Zitat weiter unten beschrieben werden, damit NICHT von mir gutgeheißen oder entschuldigt werden! Vor der Wertung kommt aber die Beschreibung. Die optische Reihenfolge mag hier nicht ganz stimmen - das lange Zitat unten steht z.B. ganz am Schluß. Das war möglicherweise ungeschickt. Daher hier noch einmal ganz klar: Das Einfließen von unterbewussten oder halbbewussten so genannten "Moralvorstellungen" ist konstatierbar - aber falsch und kontraproduktiv für alle Beteiligten. Unter anderem beinhalten diese nämlich auch ein Ausblenden anderer, wichtigerer ethischer Maximen. Und zwar solcher, die die Kund_innen in menschlicher Hinsicht ganz konkret tangieren. Im Rahmen provozierter selektiver Wahrnehmung werden weiterhin selbst objektive Fakten (Arbeitsmarktlage) kognitiv eliminiert. Die Bewusstmachung und Bearbeitung dieser Attitüden ist also höchst not - wendig!    

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Unterbewußte Moralisierungen in den jobcentern


Objektivität und perfekte Sachlichkeit ist eine Fiktion.
Wer sich hieran versucht, ist von vornherein gescheitert.
Nimmt er dies nicht wahr, kann es auf Dauer für alle recht gefährlich werden ...

Es gibt eine Menge Fehlleistungen, Irrtümer, Ausrutscher, Ungerechtigkeiten und Verschleppungen von Vorgängen, etc. in den jobcentern, die andersartiger, eigentlich berufsfremder Qualifikation, enormer Arbeitsverdichtung, großem Druck, praxisfernen Kennzahlen, seltsamen EDV - Anforderungen und ähnlichem geschuldet sind.

Einige grundlegendere Dinge negativer Natur haben ihre Ursache klar in der unzureichenden, falschen und unlogischen Gesetzgebung. Zum Teil ist hier gar die Verfassungskonformität in Frage zu stellen.

Es gibt aber einen dritten Bereich, der mir im Laufe der Jahre immer wieder einmal besonders auffiel.
Nur langsam schaffte ich es aber, ihn in einigermaßen klare Worte zu fassen.
Objektiv und sachlich sollten alle arbeiten, jede Bürgerin, jeden Bürger gleich und gerecht behandeln ...
Meine Ausbildungen aus dem Sozialen Bereich hatten mich anderes gelehrt. In Theorie und Praxis.
Es gibt niemanden, der ohne Weiteres derart denken und handeln kann. Wer glaubt, er könne seine Einstellungen, Haltungen, Vorlieben, Abneigungen und Gefühle bei Betätigung der Stechuhr abschalten - der irrt. Das funktioniert schlicht nicht.
Und es kann nicht der richtige Weg sein, sich selbst vorzumachen man könne dies dennoch und dann einfach die Arbeit (mit Menschen!) aufzunehmen.
Genau dies tun aber viele Mitarbeiter_innen in den jobcentern. Und es werden immer mehr. Hilfen für sie gibt es fast keine.  

Ich habe drei Ausbildungen im pädagogischen - psychologischen Bereich absolviert. Ich bin seit über 20 Jahren trockener / cleaner Mehrfachabhängiger. Ich musste (und durfte!) mich demzufolge jahrelang in Therapie und Selbsthilfegruppen meinen inneren Dämonen stellen, aber auch lernen was es heißt positive Emotionen bei mir und anderen wahrzunehmen.
Ich weiß, dass ich ein empfindlicher Mensch bin, kenne meine Vorlieben und Abneigungen. Ich weiß, woran ich sie bei anderen Menschen festmache. Ich kenne meine ethischen Urteile zu vielen wichtigen Fragen und einiges mehr. Auch meine Tagesform kann Einfluss auf mein Fühlen und Handeln haben. Auch sie muss und will ich jeweils hinterfragen.
 Ich bin nicht perfekt in all` dem. Aber ich weiß, wie wichtig es ist und dass ich zwingend sehr BEWUSST damit umgehen muß. Wenn ich mit Menschen (zusammen)arbeite und tue dies nicht - ist das nicht professionell. Absolut nicht. Und schadet damit allen.

Ein wichtiger Faktor (sicherlich nicht der primäre) wäre also AUCH - insbesondere bei Mitarbeiter_innen ohne entsprechende Ausbildung - Grundlagen dieser Art zu vermitteln. Und nicht nur die neuesten PC - Kenntnisse, und ähnliches!
Empathie, Gesprächsführungskompetenz, Servicementalität und Kundenorientierung, etc. lassen sich erlernen - zumindest in gewissem Maße.
Attitüden und ideologische / politische Einstellungen: lassen sich nicht ändern - sehr wohl aber der Umgang damit im Gespräch und bei der professionellen Arbeit mit Menschen.
Für jedeN der / die sich Fallmanager_in nennen darf: ist dies ZWINGEND. Unverzichtbar!
Für alle AV, PAP, u.ä. - äußerst dringend empfehlenswert.

Ein praktisches Beispiel.

Eine neue Kundin. Lebte früher von einem Mini - Job, bei dem sie Stadtführungen mit kulturellem Akzent durchführte, ansonsten kamen Einnahmen aus kritischen, musikalischen Kabarett - Auftritten hinzu. Nun hatte sie wg. gesundheitlichen Problemen  einen finanziellen Einbruch und wurde Kundin.
So etwas ist mir sehr sympathisch, aus vielen Gründen.
Der nächste Kunde: ein etwas kantiger Typ, früher 4 Jahre Bundeswehr, hatte danach als Boxer versucht sein Geld zu verdienen. Kurzhaarschnitt. Interessiert sich für eine Umschulung als Fleischer oder ähnliches.
Derlei ... entzückt mich. Deutlich weniger.
Aber: mein Arbeitskollege nebenan. Der ist fast 2 Meter groß, begeisterter Fallschirmspringer und Freund knapper, klarer Aussagen und "Ansagen".
Bei ihm wären also die Vorlieben und Abneigungen sehr wahrscheinlich grad` mal umgekehrt verteilt ...

Meine praktische Strategie ist demnach wie folgt.
Bei der kulturell - kreativen Dame werde ich stärker darauf achten, ob sie gemeinsam getroffene Vereinbarungen auch einhält. Ich werde darauf achten, sie möglichst nicht zu bevorzugen, anderen Kund_innen gegenüber.
Und umgekehrt bei dem schneidigen Herrn mit den markanten Merkmalen. Es besteht da keinerlei Grund, an ihm auch nur im Geringsten meine Abneigung gegen Krieg und Militär "negativ abzuarbeiten". Dass ich mein Lebtag Vegetarier bin, hat ebenso keinerlei Einfluss zu nehmen auf die Bewertung und Unterstützung seiner Ideen und Vorschläge.

Ich hoffe, durch diese Schilderungen ist einiges etwas klarer geworden.

Dies ist jedoch nicht alles.
Jeder Mensch hat irgend eine Einstellung, eine Haltung zu Themen wie Gerechtigkeit, Gemeinsinn, individuelle Freiheit.
Und für diese Haltungen gilt meiner Ansicht nach dasselbe wie für die oben genannten Dinge.
Auch diese müssen bewusst gemacht, hinterfragt und reflektiert werden.

Das jobcenter ist KEINE pädagogisch - moralische Anstalt!

Ein "Nicht - Wollen" schließt ein "Nicht - Können" NICHT aus!

Es gibt dazu ein m.E. hochinteressantes Zitat (Leseprobe, daher copyrightfrei bei Quellenangabe) von Klaus Dörre, Karin Scherschel, et. al., welches die zuletzt erwähnten Haltungen genauer untersucht und analysiert. Dies möchte ich ans Ende meiner Ausführungen stellen:

(( Quelle: http://www.campus.de/wissenschaft/soziologie/Arbeitsmarkt-+u.+Bildungsforschung.40397.html/Bew%C3%A4hrungsproben+f%C3%BCr+die+Unterschicht%3F.100551.html am 02.09.2013 18:15 Uhr.))

"3.5 Fazit: Erwerbslosigkeit als Wettkampf
...
Die eigentliche Kraftprobe findet jedoch zwischen Sachbearbeitern und Kunden statt. Wir haben dieses Ringen bislang nur aus der Perspektive der Sachbearbeiterinnen beleuchtet. Vermittler wie Fallmanager verfügen offenbar über eine gewisse Definitionsmacht, weil sie Handlungsspielräume unterschiedlich ausschöpfen und Zumutbarkeitsregeln mehr oder minder streng auslegen können. Dabei geraten sie häufig in einen Zwiespalt zwischen legalen Vorgaben und deren fallbezogener Praktikabilität. In ihrem Selbstverständnis sind viele Sachbearbeiterinnen nicht nur "Prüferinnen", sondern Arbeitsvermittler und Sozialarbeiter in einer Person. Selbst im Zwiespalt, versuchen sie, ihre Kunden auf ein wechselseitiges Geben und Nehmen zu verpflichten. Zugleich fordern sie die Eigenverantwortung der Leistungsbezieher aktiv ein. Dementsprechend fühlen sich die Fallbearbeiter geradezu persönlich angegriffen, wenn Vereinbarungen seitens der Kunden nicht eingehalten werden. Das schlägt sich in einem ständigen, an den vorhandenen Machtressourcen gemessen asymmetrischen Kräftemessen zwischen Fallbearbeiterinnen und Erwerbslosen nieder. Angetrieben von dem Ziel, ihre Leistungsvereinbarungen in der Verwaltung zu erfüllen, machen die Sachbearbeiterinnen die Motivation und den "guten Willen" der Leistungsbezieher zum Selektionskriterium für die Transferzahlungen und für die Intensität ihrer eigenen Bemühungen. Die Kunden werden klassifiziert und Eingliederungsbemühungen bevorzugt an Kundengruppen mit vergleichsweise geringen Vermittlungshemmnissen adressiert. Doch je erfolgreicher diese Bemühungen sind, desto eher stoßen die Sachbearbeiter in ihrer Praxis auf Kunden, die den Anforderungen des Wettkampfs aus unterschiedlichen Gründen nicht genügen.

Spätestens in einer solchen Konstellation wird deutlich, weshalb die Umsetzung der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik allen Machtasymmetrien zum Trotz erheblich davon abhängt, ob die Bewährungsproben - an basalen Gerechtigkeitsmaßstäben gemessen - sowohl den Sachbearbeiterinnen als auch ihren Kunden einigermaßen gerecht erscheinen. Wie in der Regionenanalyse bereits angedeutet, ist die Konsolidierung des aktivierenden Arbeitsmarktregimes daher an die Durchsetzung einer feldspezifischen Rechtfertigungsordnung gebunden. Die Gerechtigkeitsmaßstäbe, die dieser Rechtfertigungsordnung zugrunde liegen, lassen sich nun, im Anschluss an Dubet, genauer bestimmen. Die Arbeitsmarktakteure, die mit der Umsetzung der Reformen betraut sind, kritisieren Ungerechtigkeiten anhand von Maßstäben, die den moralischen Zustand der Gesellschaft thematisieren. Dies ist für Gerechtigkeitsurteile charakteristisch, die sich jenseits der Arbeitswelt herausbilden (Dubet 2008: 477f.). Entsprechende Urteile implizieren, dass die urteilende Person über moralische Maßstäbe verfügt, an denen sie das Handeln anderer - und grundsätzlich auch ihr eigenes Handeln -  misst. Solche Maßstäbe erlauben eine Kritik "im Namen der Gerechtigkeit", bei der die befragten Akteure auf unterschiedlichen Ebenen als Urteilende auftreten. Mit dem Gerechtigkeitsverständnis der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik verfügen sie über ein Angebot an Urteilskriterien, das sie für ihre Kritik heranziehen können. Sie können dieses Angebot jedoch auch im Namen anderer Gerechtigkeitsprinzipien ausschlagen oder doch zumindest relativieren.

Im Rechtfertigungsregime der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik kommen auf Seiten der – vorwiegend staatlichen – Akteure in den Netzwerken und der Arbeitsverwaltung hauptsächlich drei Gerechtigkeitsmaßstäbe zur Geltung. In einer Gesellschaft, die die individuelle Gleichheit von Chancen betont, ist Leistung das einzig legitime Prinzip der Konstruktion von Ungleichheiten (Dubet 2008: 24). Ungerechtigkeit wird dort wahrgenommen, wo die hierarchische Ordnung verletzt wird, indem jemand ungerechtfertigt bevorzugt oder benachteiligt wird, was eine moralische Kritik zur Folge hat (ebd.: 22). Dies gilt zum Beispiel dann, wenn der Leistungsnachweis in Auswahlprüfungen manipuliert wird (ebd.: 24). Ein zweiter basaler Maßstab ist die Gleichheit der Chancen. Vom Standpunkt der Gleichheit kann soziale Missachtung kritisiert werden, die auf »ständische« Schließungen zurückgeht. Kritisiert werden »Diskriminierungen, die die Subjekte daran hindern, gleichermaßen verschiedene ungleiche Positionen zu erreichen, die sie in den demokratischen Gesellschaften von Rechts wegen beanspruchen können« (ebd.: 52). Ein dritter Gerechtigkeitsmaßstab ist die Perspektive der individuellen Autonomie. Anhand dieses Maßstabs sind Gerechtigkeitsurteile möglich, die mit der Erwartung verbunden sind, sich als Subjekt zu verwirklichen (ebd.: 137).

Wie unsere Regionalstudien zeigen, sind diese Gerechtigkeitsmaßstäbe bei den Akteuren aller untersuchten Arenen präsent. Dabei zeigt sich, dass die moralisch Urteilenden, und hier insbesondere die Sachbearbeiterinnen, bei ihren Wertigkeitsprüfungen hochflexibel und manchmal geradezu virtuos zwischen den Gerechtigkeitsmaßstäben changieren. Allen regionalen Differenzierungen zum Trotz wird dabei ein übergreifender Trend sichtbar: Je schwieriger die »Kundengruppen« werden, desto legitimer erscheinen Kritiken, die am Verhalten der »Kunden« ansetzen. Die Betreffenden verstoßen aus Sicht der moralisch Urteilenden gegen das Autonomieprinzip, weil sie die Chance auf eine eigenständige Lebensführung zugunsten einer dauerhaften Abhängigkeit von Sozialtransfers verspielen. Sie verletzen das Gebot der Leistungsgerechtigkeit, weil sie nicht bereit sind, im Gegenzug für Fördermaßnahmen und Arbeitslosengeld angemessene Eigenaktivitäten zu entwickeln. Und sie treten die Gleichheitsnorm mit Füßen, weil sie den gesellschaftlich Integrierten und Leistungswilligen Kosten aufbürden, die letztere weder verursacht noch zu verantworten haben. Werden die Gerechtigkeitsnormen in dieser Weise genutzt, erscheint die Durchsetzung strenger Zumutbarkeitsregeln, letztendlich, als legitimer, ja geradezu emanzipatorischer Akt im Namen der Gerechtigkeit. Es sind die – verbliebenen – »Kunden«, die sich gegenüber der Gesellschaft amoralisch verhalten. Ihnen gegenüber gilt es, basale Gerechtigkeitsnormen einzuklagen. Natürlich setzt sich diese kollektive Abwertung der Leistungsbezieher nicht ungebrochen und immer nur regional wie sozial differenziert durch. Auch variieren die individuellen Ausgestaltungen des Wettkampfregimes stark. Dennoch lässt sich regionenübergreifend eine Festigung der Legitimationsordnung aktivierender Arbeitsmarktpolitik beobachten. Dabei verschiebt sich die Kritik am Regime oder an einzelnen Praktiken deutlich in die Richtung einer Kritik an den »Kunden«. In welchem Ausmaß und mit welcher Konsequenz dies geschieht, hängt sowohl von der regionalen Arbeitsmarktsituation als auch von den damit korrespondierenden Politiken ab.

http://www.uni-jena.de/Mitteilungen/PM130826_Hartz_Doerre.html

http://www.campus.de/wissenschaft/soziologie/Arbeitsmarkt-+u.+Bildungsforschung.40397.html/Bew%C3%A4hrungsproben+f%C3%BCr+die+Unterschicht%3F.100551.html
...
Buch:
Klaus Dörre, Karin Scherschel, Melanie Booth, Tine Haubner, Kai Marquardsen, Karen Schierhorn: 
Bewährungsproben für die Unterschicht?
Soziale Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik
...
MfG
BTB

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Vorwort und Nachtrag
(für die, die in der Mitte anfangen zu lesen :-) ) zu dieser Unterseite:


Angestoßen durch die Diskussion in einem Elo - Forum möchte ich betonen, dass Sachverhalte und Verhaltensweisen, die ich SCHILDERE, bzw. die im Zitat weiter unten beschrieben werden, damit NICHT von mir gutgeheißen oder entschuldigt werden! Vor der Wertung kommt aber die Beschreibung. Die optische Reihenfolge mag hier nicht ganz stimmen - das lange Zitat unten steht z.B. ganz am Schluß. Das war möglicherweise ungeschickt. Daher hier noch einmal ganz klar: Das Einfließen von unterbewussten oder halbbewussten so genannten "Moralvorstellungen" ist konstatierbar - aber falsch und kontraproduktiv für alle Beteiligten. Unter anderem beinhalten diese nämlich auch ein Ausblenden anderer, wichtigerer ethischer Maximen. Und zwar solcher, die die Kund_innen in menschlicher Hinsicht ganz konkret tangieren. Im Rahmen provozierter selektiver Wahrnehmung werden weiterhin selbst objektive Fakten (Arbeitsmarktlage) kognitiv eliminiert. Die Bewusstmachung und Bearbeitung dieser Attitüden ist also höchst not - wendig!    

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Kommentare:

  1. Ich möchte einmal eine Passage von Dir aufgreifen:

    [...]Objektiv und sachlich sollten alle arbeiten, jede Bürgerin, jeden Bürger gleich und gerecht behandeln ...
    Meine Ausbildungen aus dem Sozialen Bereich hatten mich anderes gelehrt. In Theorie und Praxis.
    Es gibt niemanden, der ohne Weiteres derart denken und handeln kann. Wer glaubt, er könne seine Einstellungen, Haltungen, Vorlieben, Abneigungen und Gefühle bei Betätigung der Stechuhr abschalten - der irrt. Das funktioniert schlicht nicht.[...]

    Ich denke diese, Deine Erkenntnis, zeigt eine sich immer weiter öffnende Kluft zwischen einer Gesetzgebung die sich schon lange nicht mehr an ethischen Grundlagen ausrichtet, einer politisch gewollten Ideologie, die sich am liebsten an keine Gesetzgebung gebunden fühlt und dazwischen das ausführende Organ Mensch, der zutiefst unsicher, zwischen seinen eigenen ethisch-moralischen Vorstellungen, Gesetzgebung und Vorgaben hin und her gerissen... sich am Ende für eines von beiden entscheiden muss.

    Seine Ethik kann er "guten Gewissens" im Tornister lassen, den Handlungsrahmen für sein Handeln geben ihm andere - höhere Instanzen - vor.

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  2. Guten Tag, D. Wagner.
    Dank für Deinen Beitrag! Das Thema ist ein schwieriges.
    Die Gesetzgebung ist natürlich teilweise tatsächlich schuld ... - da braucht man nicht lange suchen im SGB II.
    Die Sanktionsparagraphen, die Definition, wer alles zum ALG II gerechnet wird und diesen unterliegt. Das implizite Verleugnen der Tatsache, dass es viel zuwenige Arbeitsplätze gibt.
    Aber: es stehen ansonsten auch viele humane und wohlmeinende Dinge darin. Ebenso wie in den Konzepten, die angeblich Grundlage des Fallmanagement sein sollten ...!
    Was daraus gemacht wurde war schlimm und wurde immer schlimmer.
    Groteske Fehlentwicklungen in sehr vielen, unterschiedlichen Bereichen.
    EDV, Personalstärke, Personalqualifikation, Gestaltung interner Abläufe (z.B. EGVs), ungutes, falsches Prämiensystem für die Führungskräfte, praxisferne Kennzahlen, Nichtkooperation mit Beratungsstellen, kein Widerstand gegen die Zeitarbeitsfirmen und die Maßnahmelobby, etc. pp.
    Auch hierher rührt stark die Unerwünschtheit reflektierter Ethik, die eigentlich Grundlage jeder Arbeit (zusammen) mit Menschen ist!
    MfG
    BTB

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  3. Hallo Burkhard, nach längerer Zeit melde ich mich mal wieder bei Dir! Vieleicht kannst Du mir helfen! Ist es normal, dass eine Vermittlerin jemanden mittwochs über eine Stunde im Büro hatte und ihm dann die Einladung für die näsche Woche in die Hand drückt? Ist die Drohung, Sie lad e ich jetzt mindestens alle 2 Woche ein, normal?

    Liebe Grüße

    Ribmaster 2008

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    Antworten
    1. Guten Tag Ribmaster 2008, lange nichts gehört. Hoffe es geht Dir ansonsten gut.
      Tja, gute Frage ... die aber eigentlich Du selbst besser müsstest beantworten können.
      Denn ich habe ja keine Ahnung, was dem voran ging und was in dieser Stunde besprochen wurde.
      Was auf jeden Fall mal klar ist: diese Frequenz übersteigt finanziell das übliche. Bei gelegentlichen Terminen muss man leider oft die Fahrtkosten selbst tragen - bei "alle 14 Tage" ganz sicher nicht.
      Das müsste man dann auf jeden Fall ansprechen und beantragen.
      Üblich sind so hohe Frequenzen nicht - kaum jemand hat bei den hohen Fallzahlen überhaupt Zeit dafür ...!
      Ich habe das früher allerdings auch öfters gemacht. Der große Unterschied anscheinend: das geschah dann auf Wunsch der Kund_innen, oder in einvernehmlicher, klarer Absprache! Da sind am Ende keinerlei Fragen offen geblieben, ob das in Ordnung ist und warum das so geschieht.
      Inhaltlich kann es ganz verschiedene Gründe geben, das würde jetzt zu umfangreich. Evtl. verrätst Du mir ja etwas mehr?
      MfG
      BTB

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  4. Hallo Burkhard: Die Dame und ich haben ein sehr gutes Verhältnis aufgebaut, ich vertraute ihr eigentlich auch. Du weißt ja, dass sie mich sogar zum berufsps. Dienst bekommen hat, wo es um ein Gespräch- Stciwort Leistungsorientierung ging. Nun geht es um Weiterbildung, da will sie mich zu einem Test dahin schicken, lehne ich fachlich ab!Sie sagte, ich sei der einzigste Mensch, der bei ihr nich dahin will und auch dageggen ist, dauernd zu ihr zu kommen!Ich lasse sie nicht in Ruhe, so ihre Aussage!! Sie sagte mir vor einem Jahr, gehen sie zum Ps. , dann finanzieren wir ihnen einen guten Computerkurs etc. nun sagt sie, den bezahle ich ihnen nie, häöchstens eine Umschulung, welche mal möglich sein soll- mal nicht, sorry, der Dame werde ich nichts mehr unterschreiben. Pbrigens, Du weißt, wie ich im Alltagshelferkurs litt, nun wollte sie mich zum Betreuungshelfer machen, hallo- selbe Sache praktisch!!

    Sonst geht es mir gut

    MfG

    Ribmaster 2008

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  5. Burkhard: Ein Nachtrag, ja, es geht mir ganz gut, ich wohne vor Ort des Jobcenters, also kein so großes Problem!

    MfgG


    Ribmaster 2008

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  6. Guten Tag Ribmaster 2008,
    Dank für die Infos. Ich versuche zu verstehen ...
    Es ist also (noch) nicht hochstrittig ... gut. Ich spekuliere, sie hat vielleicht die Vorstellung, Du als Soziologe / Geisteswissenschaftler müssest automatisch eine starke soziale Ader haben - und daher für Tätigkeiten wie Alltagshelfer / Betreuungshelfer schier ideal geeignet sein. Wenn SIE das nicht denkt - wird es zumindest ihr Chef denken, nach flüchtigem Blättern in den Datensätzen. Evtl. müsste man da mal ganz klar zum Ausdruck bringen, dass dies eben NICHT so ist - und dass sie das auch mal exakt so ins ver.bis aufnimmt.
    MfG
    BTB

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  7. Burkhard: ich bin absolut für soziale Berufe, aber ich bin doch körperlich eingeschränkt! Es ist doch so, dass man keine EV mehr unterschreiben musss- oder? Schickt sie mich per VA zum berufps. Dienst, werde ich gehen, aber nach meinem Grundrechtsverständnsi muss ich nicht mit bestem Wissen und Gewissen arbeiten!!Ich habe auch Inges Petition unterschrieben, glaube aber nicht, dass dies was nützt, als Politologe gehe ich eher von einer Nahles-Verschärfung, verkauft als emanzipatorische Verbesserung, aus!!

    MfG

    Ribmaster2008

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  8. Guten Tag Ribmaster2008,
    - und erst mal Entschuldigung! Hatte das mit dem Soziologen falsch in Erinnerung!
    Politologe, ok. Ja, hm. Evtl. traut sie Dir trotzdem mehr zu, als Du Dir selbst ... Nein, unterschreiben ist kein Sanktionsgrund mehr. Als VV ist die EGV dann aber gültig und ein Widerspruch hat leider keine aufschiebende Wirkung ...
    Bleibt zu überlegen ... evtl. gibt sie nach, wenn sie sieht, wie ernst es Dir ist.

    Die Petition wird nicht UNMITTELBAR zu Besserem führen - aber sie hat schon jetzt viele Menschen informiert,, die vorher nicht viel wußten, über die Thematik. Wenn sie erfolgreich wird, steigert dies den Effekt ungemein. Und mittelfristig dann ...
    Hoffen wir das Beste!
    Alles Gute und
    mfG
    Burkhard

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  9. Burkhard: Ich bin im Nebenfach Soziologe, alles in Ordnung! Termin sagte Sie heute ab, wir sehen uns im neuen Jahr! Muss man zum berufspsych. Dienst. scheinbar ja, ob man da mitarbeitet- andere Baustelle! Ich halte fachlich nichts davon, so einfach ist es!Ich mag die Frau, aber sie wird langsam ungeduldig!Schuld an allem ist eh die SPD, das ist die Partei der Arbeitsverwaltung!


    Beste Grüße

    Ribmaster 2008

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  10. Guten Tag Ribmaster 2008, Dank für Dein Verständnis!
    Gut wäre es ja, wenn man selber - möglichst konkrete - Ideen / Vorschläge einbringen könnte ... dann würde man nicht so in die Rolle des "Nein - Sagers" gedrängt ...
    Aber nun ist ja erst mal wieder ein paar Wochen Pause.
    Alles Gute Dir!
    MfG
    BTB

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  11. Burkhard: Grüße Dich, muss man dahin, ja oder nein, muss man mitarbeiten, Vermittlerin meinte, so bringen sie sich um chance!?

    Liebe GRüße

    Ribmaster 2008

    Ribmaster 2008

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  12. Guten Tag Ribmaster 2008,
    müssen? Hm, kommt drauf an. Wenn Du es in der Eingliederungsvereinbarung unterschrieben hast, eigentlich ja. Sonst ist es mit Sanktion bedroht. Nur ein "wichtiger Grund" könnte das dann verhindern.
    Der müßte aber schon irgendwie stichhaltig sein. Eine andere Einschätzung der Sinnhaftigkeit, ohne dass Du dort warst - reicht da sicher nicht.
    Was genau versteht man bei Euch unter "berufspsych. Dienst"?
    Eine Art Eignungs- und Neigungsanalyse?
    Und Chancen. Nun ja. Bei der heutigen Arbeitsmarktlage ...
    Chancen gibt es immer. Und falls es so eine Analyse ist, wie ich denke, dann erhälst Du natürlich am Ende entweder unglaubwürdige Ergebnisse oder schlicht falsche, wenn Du nicht mitmachst, oder vorsätzlich andere Einstellungen und Interessen nennst.
    Ich ganz persönlich finde solche Tests für mich immer sehr interessant - weiß aber, dass manche sie fürchten, wie der Teufel das Weihwasser und andere sie ablehnen, weil sie denken sich selbst perfekt zu kennen und alles ohne Rückmeldung von Außen beurteilen und entscheiden zu können.
    Wirklich zwingen kann man Dich sicher nicht, wenn Du nicht gehst, gehst Du nicht. Könnte aber bis zu 30% vom Regelsatz kosten für 3 Monate.
    Ist leider heutzutage (noch?) so.
    Alles Gute und
    mfG
    BTB

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  13. Burkhard: Nur 10%, siehe § 32 SGB2, aber immerhin! Die Vermittlerin muss für alles neue EV unterschreiben, würde sie so von mir nicht bekommen!Es geht darum, sie will ne Fortbildung für mich durchsetzen, ich bin selber gar nicht so dafür, vor allem weil der Psch. dies beurteilen soll, sie will ne Richtung festlegen!Ich als Sozialwissenschaftler mit europ. Wurzeln lehne generell, nichts für ungut Berufsps. ab, stehe ich zu, sorry!Bittte verstehe mich nicht falsch, aber ich würde mich eher , wenn es nach mir geht, mit dem Vorsitzenden einer rechten Partei unterhalten als mit den Psch. der Ba, als Politologe ist mit klar, dies ist harter Tobak, aber ich stehe dazu, da siehst Du meine fast körperliche Ablehnung gegen diese Tests, die einem Messi sagen, er sei nicht als Fussballer geeignet. Für mich ist dies alles eine Us-Unart, sorry, darum die europ. Wurzeln, ich weiß, dass ich krass bin wenn es um das Thema geht!Ich bin eh kein Freund er BA, bei deren Pschologen bekomme ich aber wirklich Pickel! Wer glaubr
    t, mit ein paar Matheaufgaben herausfiltern zu können, ob Herr Maier Lehrer werden kann, soll dies gerne glauben. Jedes Regime benutzt diese Tests, um andersartige herunterzumachen!Ich bin halt etwas aufgebracht!

    Liebe Grüße

    Ribmaster2008

    Ps.: versuche nicht alle Worte auf die Goldwaage zu legen!

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  14. Guten Tag Ribmaster2008,
    gut ich versuche es. Du hast insofern recht, dass es nur 10% kostet, wenn es NICHT in der EGV explizit steht - dann ist es nur eine "Nichtvorsprache", ein Nichterscheinen zum Termin.
    So tief und fest wie Deine Attitüde sitzt - wäre es dann wohl besser Du zahlst diesen Preis. Die wird wohl nicht mehr veränderbar sein, diese Einstellung.
    Ich selbst sehe solche Dinge keineswegs unkritisch. Aber da ich selbst im Studium viel darüber gelernt habe, Konstruktion, Auswertung, begrenzte Aussagekraft, die aber berücksichtigt werden kann und da ich selbst sehr gerne Tests mache - sehe ich das natürlich etwas lockerer und flexibler. Ich finde es einfach eine interessante zusätzliche Rückmeldung.
    Und Du tust der ganzen Sache wirklich arg Unrecht, wenn Du glaubst und propagierst, die Lehrereignung würde "durch ein paar Matheaufgaben" überprüft.
    Aber - wie gesagt - ich respektiere Deine Auffassung. Zahle den Preis wenn es denn notwendig wird.
    Deine Gesamtposition wird dadurch natürlich ungünstiger.
    Es wird heißen: " ... dies will er nicht - das will er nicht - und jetzt, wo wir testen möchten WAS er denn will (und mutmaßlich kann) - da will er auch DAS nicht ...!
    Da wäre es mittelfristig WIRKLICH gut, selbst aktiv etwas realistisches vorzuschlagen / zu machen! Wer agiert - führt!
    Viel Erfolg!
    MfG
    BTB

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  15. Burkhard: Danke, dass Du die Worte- im Zorn gesprochen- nicht so stark wertest, Du kennst ja auch meine kritische Haltung zur BA und deren Problemlösungskompetenz!"Ich schlage einiges vor, will sie so auch nicht habe teuere Umschulung gefunden, wollte sie so auch nicht!Bin dmals nur zum Psch. gegangen, weil sie sagte, dann bezahle ich ihnen Sprachkurs etc., sonst wäre selbst der nicht so abgelaufen!Ich habe nie um Fortbildung gebeten, sie kommt damit!Legt sie den Termin fest, gehe ich, werde aber eher nicht mitarbeiten, hasse diese Tests, ist jetzt meine Meinung, sie will mich ja bald alle 14 Tage einladen, vielleicht kocht sie mich noch weich!?Was mich als Sozialwissenschaftler stört ,ist die Tatsache, dass die Psch. Gehört werden, Sozialwissenschaftler mit ihren Vorschlägen zum soz. Arbeitsmarkt etc. aber eher weniger!Ich bin Formalist, erfülle formale Anforderungen!

    Beste Grüße

    Ribmaster 2008

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  16. Guten Tag Ribmaster 2008,
    ja, ich versuche nicht zu "genervt" zu reagieren - ich habe nun ja schon oft von Dir gelesen und weiß ja, dass Du nicht als Selbstzweck "meckerst".
    Auch ich bin ja kritisch. Und Du hast ABSOLUT recht mit " ... Was mich als Sozialwissenschaftler stört ,ist die Tatsache, dass die Psch. Gehört werden, Sozialwissenschaftler mit ihren Vorschlägen zum soz. Arbeitsmarkt etc. aber eher weniger ..."!!
    Im Zusammenhang hier sind das aber natürlich zwei paar Schuhe.
    Das eine ist abstrakt und gesamtgesellschaftlich. Das andere individuell und real.
    Wenn Du hingehst und GAR NICHT mitarbeitest - wird das, fürchte ich, gleichgesetzt mit einer Weigerung. Leistest Du "Scheinmitarbeit" - kommen Ergebnisse heraus, die hinsichtlich Deiner Interessen und Fähigkeiten, schlicht FALSCH sind - auf deren Grundlage dann aber vom jobcenter aus weiter gearbeitet wird mit Dir! Das zieht dann (auch zeitlich) weite Kreise ... ich würde einfach konkret ablehnen und die Strafe so gut wie möglich ertragen.
    Leider kann ich nichts anderes sagen. Ginge es nach mir, würde es derlei auch geben. Es kann durchaus interessante Hinweise ergeben, neuen Gesprächsstoff, etc. Aber es müsste natürlich absolut freiwillig sein. Ich würde dann auch immer mal wieder versuchen zu überzeugen, oder gar zu überreden. Würde versuchen vertrauensvoll heraus zu bekommen, ob und welche Ängste hinter der Ablehnung stecken - aber das wäre es dann auch. Man kann niemandem zu seinem Glück zwingen. Und man kann sich auch irren. Anders sollte es unter erwachsenen Menschen nicht laufen, das ist meine Überzeugung.
    MfG
    BTB

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  17. Burkhard: Nein, ich meckere nicht nur, Du weißt ja auch, wie ich die Dame vor paar Wochen noch lobte, weil sie wirklich lieb und einfühlsam war!Hast Du auch schon Arbeitsose zu ihrem Glüch gezwungen?

    Beste GRüße


    Ribmaster2008

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  18. Guten Tag Ribmaster2008,
    Ja, eben, weiß ich ja.
    "Gezwungen" - ich hoffe, nein. Konnte das fast immer vermeiden. Auch wenn`s mir manchmal schwer fiel. Überzeugen und überreden - habe ich schon gemacht. Manchmal weiß man einfach, dass bestimmte Ängste oder Erwartungen nicht stimmen. Da fällt es schwer. Aber Zwang ist nie ein Mittel.
    Mfg
    BTB

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  19. Burkhard: Ja, Zwang kann meist zu nichts führen, bist Du gegen deinen Willen in einer Maßnahme etc. kann es passieren, dass Du alles versuchst, dort eben nicht mitzuarbeiten, zu stören etc.Es kann auch nichtsein, dass man Donnerstag per Brief erfährt, dass man ab Montag für 3 Monate in einem Kurs sein soll, EV kam erst Mitte der folgenden Woche! Auch wenn Du es vielleicht nicht hören willst, jetzt geht es den Arbeitslsoen an den Kragen! Nahles= Arbeitsagentur!!

    Beste Grüße

    Ribmaster2008

    Ps: Wäre es möglich, dass wir anders mal Kontakt aufnehmen?Ernste Frage!!!!!!!!!

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  20. Guten Tag Ribmaster2008,
    da kann ich Dir nur völlig zustimmen. Die Frist ist viel zu kurz, die EGV ist VORHER, GEMEINSAM zu formulieren, etc.
    Was mit Nahles passiert - weiß ich noch nicht. Die einen sagen so, die andere so. Die große Sozialrevolutionärin wird sie nicht sein, klar. Leider.
    Mit dem Kontakt weiß ich nicht genau was Du meinst. Kannst mich immer gern anmailen, z.B. über ogma1@t-online.de
    MfG
    BTB

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  21. Burkhard: Ja, dass meinte ich mit Kontakt, mein Name bleibt dann auf diesem Blog außen vor! Werde mich bei Dir melden!Es ist ja so, dass die Vermittlerin für jede Sache eine neue EGV abschließt! Als o eine erstmal, wenn halbes Jahr rum, dann eine- wenn man in Maßnahme etc. soll!Nahles ist für Sanktionen!


    Beste Grüße

    Ribmaster20008

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  22. Burkhard: Habe eine ganz schlimme Nachricht, war heute bei der Vermittlerin, die teilte mir mit, dass sie mich nun doch abgeben muss, ich war geschockt. Nun soll ich einen männlichen Kollegen erhalten, mag aber eher Frau als Vermittler, erlebe die als sanfter, nicht nachgiebiger, sondern sanfter! Was soll ich machen, es würde wohl kaum was bringen, wenn ich eine Beschwerde schreiben würde, man hat ja keine Recht auf eine Vermittlerin! Sie bot mir aber an, ich könne mich ruhig mal bei ihr melden! Wer hätte gedacht, dass die mir mal fehlen würde! Ganz vergessen, für Dich und Deine Lieben ein gesegnetes 2014!Ich war früher- wegen der Behinderung- bei einer Fallmanagerin, welche auch noch beim Jobcenter vor Ort arbeitet, meinst Du, ich kann die mal fragen, ob ich nicht zu ihr zurück darf, die war sehr gut!
    Liebe Grüße
    Ribmaster 2008

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  23. burkhard: Hast Du meinen Text erhalten?

    Liebe Grüße

    Ribmaster 2008

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  24. Guten Tag Ribmaster 2008,
    und erst mal - leider mal wieder - Entschuldigung! War etwas unaufmerksam und teils auch mehrfach sehr beschäftigt.
    Dank für die positiven Wünsche, die ich gern erwidere!
    Hm, das ist ja bedauerlich zu hören, das mit dem ungewünschten Wechsel.
    Tatsächlich ist es mehr als schwierig, da Wünsche durch zu setzen - man will da wohl - uncharmant ausgedrückt, einem allgemeinen Hin- und Her und "Wunschkonzert" von Anfang an keine Chance geben.
    Auch die "Verteilungsschlüssel" gerieten ja dann durcheinander.
    Ich persönlich sehe das differenzierter - es kann ein sehr wichtiger Faktor sein, kontinuierlich miteinander längere Zeit zu arbeiten.
    So aber müsste schon etwas sehr schwerwiegendes, nachweisbares vorliegen, z.B. dass man körperlich bedroht worden wäre, oder sexuell belästigt, usw.
    Ich finde es mal sehr freundlich, dass sie sagte, Du könntest Dich dennoch ab und zu melden - das geht über die regulären Pflichten, usw. ja hinaus!
    Ich wünsche Dir jedenfalls das Beste! Jede Veränderung ist ja immer nicht nur unbequem und unangenehm - sondern bietet zuweilen auch positive Chancen ...
    Alles Gute und
    mfG
    Burkhard

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  25. burkhard: Danke für Deine Antwort! Ich muss sagen, dass ich Deine offene und ehrliche Art mehr als schätze. Es ist bei mir so, dass ich eher weibliche Sachbearbeiter mag, die sind oft sanfter, muss natürlich nicht so sein. Du weißt ja, dass ich die Dame sogar hasste, da muss menschlich ja doch einiges noch richtig gelaufen sein, dass man sich so versteht. Ich war 3 Jahre bei ihr, in der Zeit, erstes Treffen nach einem halben Jahr nach Betreuerwechsel, sahen wir uns 15 mal!das Gute ist, ich erhalte ihren Stellvertreter, so dass sie immer direkt nachsehen kann, was läuft!Es war für beide klar, dass wir ein Sonderfall für einander sind! Ich war vor ein paar Tagen mit einem guten Freund bei einer Agentur für Arbeit, sah dort die vielen Vermittlerinnen, war traurig, dass Zeit vorbei ist! Ich kenne Vertreter aus der Politik und den Gewerkschaften, würde aber nicht so einfach bei Jobcenter um Vermittlerin betteln!Du darfst auch nicht vergessen, würde ich sie jetzt doch behalten dürfen, würde sie mich sicher noch gezielter mit dem Gang zum Psychologen nerven, da hätte die Lady Oberwasser!Es ist verrückt, ich ärgerte mich nach fast jedem Treffen, bin menschlich durch ihre Art aber beeindruckt- bitte nicht falsch verstehen!Ich bin eher der Meinung, dass eine engere längere Beziehung zur Betreuungsfachkraft dafür sorgen kann, dass man integriert wird!

    Liebe Grüße
    Ribmaster 2008

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  26. burkhard: Alos habe ich Dich richtig verstanden, neuem Vermittler ne Chance geben, Wechsel hinnehmen, Angebot der Vermittlerin, sie weiter zu kontaktieren nutzen!?

    Liebe Grüße

    Ribmaster 2008

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  27. Guten Tag Ribmaster 2008,
    ja, so würde ich das sagen. Zumal es wie gesagt, wohl mehr als schwer würde, beweisbare Gründe zu finden, die es erzwingen könnten, dass Du bei der vorherigen bleibst.
    Mein Motto Anderen gegenüber ist: Gib, was Du bekommen möchtest.
    Es wird also auch von Dir abhängen, wie sich das neue Arbeitsbündnis anlässt.
    Eine weitere menschliche Eigenschaft: was ich erwarte zu sehen - sehe ich dann auch (selektive Wahrnehmung).
    Wenn Du also diesen und jenen Charakterzug erwartest (aufgrund des Geschlechts, des Lebensalters, etc.) - dann wirst Du auch Anzeichen dafür finden.
    Ich bitte das nicht misszuverstehen. Ich rate nicht dazu, ausschließlich an das Gute im Menschen zu glauben und zu allem freundlich Ja und Amen zu sagen.
    Aber ein bis zwei Chancen hat jeder Mensch verdient, denke ich. Und es gibt auch Mißverständnisse unter Menschen. Und - besonders im jobcenter - KÖNNEN die Leute manchmal nicht anders ... - oder glauben das zumindest ganz fest.
    Wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg!
    MfG
    BTB

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  28. Burkhard: Ja, muss wohl so sein, war halt enttäuscht, obwohl ich mich dauernd über die Frau ärgerte, fehlt mir ihre Beratungsart.-Ich halte übrigens viel von den Thesen des Landratstages und des DGB, Sanktionen nur höchstens 30%- höchstens über 6 Wochen!Habe mich zum Spass mal an den medizinischen Dienst der BA gewandt, der Arzt, der mir damals attestierte, keine körperliche Arbeit machen zu müssen, bestätigte mir, dass ich sicher nichts als Betreuungskraft arbeiten kann, gilt auch für Arbeit als Alltagshelfer! Habe Diskussion als praktisch gegen die Dame "gewonnen".Sage ihr natürlich nichts vom Anruf, warum auch- ging mir um mich!

    Liebe Grüße

    Ribmaster 2008

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  29. Guten Tag Ribmaster 2008,
    Hm, ja - zu den Sanktionen. Das wäre natürlich ein erster Schritt. Der auch gravierende Katastrophen aufhält / abmildert, wie sie bei 60% und 100% ja oft vorkommen. Von daher muss man solche Ansätze natürlich positiv sehen.
    Insgesamt bin ich aber gegen Sanktionen an sich - sie sind unlogisch und erfüllen nicht ihren Zweck. Und ein Existenzminimum sollte man halt wirklich nicht kürzen (dürfen).
    Da gibt es ja jetzt auch wieder eine neue Studie dazu.
    ...
    Dein Anruf war sicher sehr interessant. Leider ist das gesprochene Wort, persönlich oder am Telefon so gut wie nichts wert, in solchen Zusammenhängen. Ganz wichtig wäre, dass Du dies irgendwie schriftlich bekommst.
    Soweit zunächst.
    MfG
    BTB

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  30. burkhard: Der Betreuungshelfer steht derzeit eh nicht an! Mir ging es nur darum, dass mal für mich geklärt zu haben! Heute habe ich kurz mal mit der Dame gesprochen, sie meinte, heiraten sie doch- nehmen sie den Namen der Frau an und schon sind sie wieder bei mir- war ein Spass-logisch! Sie wunderte und freute sich, dass mir der Wechsel nahe ging!Die Sanktionen sind so ne Sache, die Mehrheit der Bevölkerung, obwohl eigentlich nicht soweit weg vom Arbeitslosen, ist eher für Sanktionen- unlogisch- ist aber so!

    Liebe Grüße

    Ribmaster2008

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